Krones trotzt Unsicherheiten und überzeugt Anleger
Takeaways NEW
- Krones zeigt solide Leistung trotz globaler Unsicherheiten und erwartet Umsatzwachstum für 2025.
- Aktienkurs erholt sich um 11 Prozent, Herausforderungen bleiben durch Kundenstornierungen.
Der bayerische Maschinenbauer Krones, bekannt für seine Abfüll- und Verpackungsanlagen, präsentiert nach einem positiven dritten Quartal optimistisch seine Finanzziele für 2025. Trotz globaler Unsicherheiten spürt das Unternehmen die Zurückhaltung seiner Kunden bei Investitionen, was mit einer schwachen Auftragslage und stagnierendem Umsatzwachstum einhergeht. In diesem Kontext setzt Krones auf effiziente Sparmaßnahmen, die auf dem Markt Anklang finden.
Die Aktie des im MDax gelisteten Konzerns konnte zwischenzeitlich um fast 11 Prozent zulegen. Diese Entwicklung drängte die zuvor anhaltende Schwächephase ein wenig in den Hintergrund. Noch Mitte Mai notierte die Aktie auf einem Jahreshoch von beinahe 146 Euro, bevor sie in einen Abwärtstrend geriet. Aktuell bewegt sich der Aktienkurs bei etwa 128 Euro, was für das laufende Jahr ein kleines Kursplus signalisiert.
Analyst Constantin Hesse von Jefferies lobt die robuste Entwicklung von Krones in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld, sieht jedoch auch anhaltende Herausforderungen durch Kundenstornierungen. Dennoch konnte der Auftragseingang im Jahresvergleich um 3,9 Prozent auf nahezu 1,4 Milliarden Euro zulegen, mit einem Anstieg von 6,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Ende September verzeichnete Krones Aufträge im Wert von 4,3 Milliarden Euro, vergleichbar mit den Zahlen Ende 2024.
Der Umsatz des bayerischen Unternehmens wuchs um 4,7 Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Euro. Die Kosten für die Messe Drinktec, wo auch der Kapitalmarkttag stattfand, belasteten das operative Ergebnis (Ebitda) leicht, das dennoch um 5,4 Prozent auf gut 142 Millionen Euro anstieg. Analysten hatten nicht mit einer so starken Verbesserung gerechnet, wenngleich der Konzerngewinn mit einem Plus von 3,3 Prozent auf fast 68 Millionen Euro hinter den Erwartungen zurückblieb.
Jefferies-Analyst Hesse merkt an, dass die Erwartungen an den Quartalsbericht angesichts der Prognose eines langsameren Wachstums 2026 eher gering waren. Umso bemerkenswerter sei die Bestätigung der Jahresziele durch Krones, was auf ein erfolgreiches Schlussquartal hoffen lässt. Für 2025 prognostiziert der Konzern ein Umsatzwachstum von 7 bis 9 Prozent, basierend auf einem erwartetem Erlös von 5,3 Milliarden Euro in 2024. Die operative Gewinnmarge soll auf 10,2 bis 10,8 Prozent ansteigen, nachdem sie im Vorjahr bei 10,1 Prozent lag.

