Kirchliche Institutionen ziehen sich aus fossilen Investments zurück
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- Mehr als 60 kirchliche Institutionen weltweit ziehen Investitionen aus fossilen Energieträgern zurück.
- Die Entscheidung wird während der UN-Klimakonferenz verkündet und fordert das Ende neuer Infrastrukturprojekte für fossile Brennstoffe.
In einem bemerkenswerten Schritt haben mehr als 60 kirchliche Institutionen weltweit angekündigt, ihre Investitionen aus fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas abzuziehen. Diese Entscheidung wurde während der UN-Klimakonferenz in Belém, Brasilien, verkündet und setzt ein deutliches Signal an die rund 200 Staaten, die dort über Maßnahmen zur Eindämmung der Klimakrise beraten. In Deutschland beteiligen sich zahlreiche Mitglieder des Arbeitskreises Kirchlicher Investoren an diesem wegweisenden Schritt, darunter die Evangelische Kirche in Deutschland und nahezu alle evangelischen Landeskirchen. Auch mehrere katholische Organisationen, wie die Zentraleuropäische Jesuitenprovinz, die Steyler Bank und die Pax-Bank, schließen sich dieser Initiative an. Die Ankündigung steht im Einklang mit einer Erklärung, die im Juli von allen katholischen Bischöfen Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und der Karibik veröffentlicht wurde.
Darin wird der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen gefordert, ebenso wie das Ende neuer Infrastrukturprojekte für Öl, Gas und Kohle. Kathrin Fingerle von Christians for Future betont die Vorreiterrolle der Kirche und fordert auch die Politik auf, diesem Beispiel zu folgen. Es sei höchste Zeit, in eine gerechte und nachhaltige Zukunft zu investieren.

