Giffen

Definition und Erklärung

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TL;DR – Kurzdefinition

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Giffen: "Giffen" Im Bereich der Marktökonomie beschreibt der Begriff "Giffen" eine spezielle Art von Güternachfrage, die sich entgegen der normalen Angebots-Nachfrage-Kurve verhält. Dieses Phänomen wurde erstmals im Jahr 1892 von dem britischen Ökonomen Sir Robert Giffen beschrieben. Bei einem Giffen-Gut handelt es sich um ein Essenzielles Gut, das den Hauptteil des Einkommens eines Individuums ausmacht, wie zum Beispiel Getreide oder Grundnahrungsmittel. In Situationen, in denen der Preis dieses Gutes steigt, führt dies normalerweise zu einer Abnahme der Nachfrage nach diesem Gut aufgrund der allgemeinen Verhaltensregel, dass höhere Preise zu einer geringeren Nachfrage führen. Jedoch ist ein Giffen-Gut eine Ausnahme von dieser Regel, da die Nachfrage tatsächlich mit dem steigenden Preis zunimmt. Dieses ungewöhnliche Verhalten der Giffen-Güter ist auf die Einkommens- und Substitutionseffekte zurückzuführen. Da Giffen-Güter einen großen Anteil am Gesamteinkommen der Konsumenten ausmachen, können sie keine größeren Mengen anderer Güter konsumieren, wenn der Preis des Giffen-Gutes steigt. Das führt dazu, dass sie einen größeren Teil ihres Einkommens für das Giffen-Gut ausgeben müssen, selbst wenn der Preis steigt. Aufgrund dieses Zwangs zur Ausgabensteigerung für das Giffen-Gut führt der steigende Preis dazu, dass die Nachfrage nach dem anderen Gut, das normalerweise das Giffen-Gut ersetzen würde, abnimmt. Dies führt zu einer scheinbar paradoxen Situation, in der die Nachfrage nach dem Giffen-Gut mit höheren Preisen steigt. Dieses Verhalten kann erhebliche Auswirkungen auf die Märkte und Preise haben, insbesondere in Zeiten hoher Inflation, wenn die Preise für Grundgüter deutlich steigen. Ein fundiertes Verständnis des Giffen-Phänomens ist daher wichtig für Investoren, um Risiken und Chancen auf den Kapitalmärkten zu erkennen und zu bewerten. Um mehr über den Einfluss des Giffen-Phänomens auf die Finanzmärkte und die Wirtschaft zu erfahren, stehen Ihnen auf Eulerpool.com umfangreiche Ressourcen und Analysen zur Verfügung. Unsere Plattform bietet Ihnen führende Informationen über Kapitalmärkte, Aktien, Kredite, Anleihen, Geldmärkte und Kryptowährungen und ist damit eine unverzichtbare Ressource für Investoren, Finanzexperten und Forscher weltweit.

Ausführliche Definition

"Giffen" Im Bereich der Marktökonomie beschreibt der Begriff "Giffen" eine spezielle Art von Güternachfrage, die sich entgegen der normalen Angebots-Nachfrage-Kurve verhält. Dieses Phänomen wurde erstmals im Jahr 1892 von dem britischen Ökonomen Sir Robert Giffen beschrieben. Bei einem Giffen-Gut handelt es sich um ein Essenzielles Gut, das den Hauptteil des Einkommens eines Individuums ausmacht, wie zum Beispiel Getreide oder Grundnahrungsmittel. In Situationen, in denen der Preis dieses Gutes steigt, führt dies normalerweise zu einer Abnahme der Nachfrage nach diesem Gut aufgrund der allgemeinen Verhaltensregel, dass höhere Preise zu einer geringeren Nachfrage führen. Jedoch ist ein Giffen-Gut eine Ausnahme von dieser Regel, da die Nachfrage tatsächlich mit dem steigenden Preis zunimmt. Dieses ungewöhnliche Verhalten der Giffen-Güter ist auf die Einkommens- und Substitutionseffekte zurückzuführen. Da Giffen-Güter einen großen Anteil am Gesamteinkommen der Konsumenten ausmachen, können sie keine größeren Mengen anderer Güter konsumieren, wenn der Preis des Giffen-Gutes steigt. Das führt dazu, dass sie einen größeren Teil ihres Einkommens für das Giffen-Gut ausgeben müssen, selbst wenn der Preis steigt. Aufgrund dieses Zwangs zur Ausgabensteigerung für das Giffen-Gut führt der steigende Preis dazu, dass die Nachfrage nach dem anderen Gut, das normalerweise das Giffen-Gut ersetzen würde, abnimmt. Dies führt zu einer scheinbar paradoxen Situation, in der die Nachfrage nach dem Giffen-Gut mit höheren Preisen steigt. Dieses Verhalten kann erhebliche Auswirkungen auf die Märkte und Preise haben, insbesondere in Zeiten hoher Inflation, wenn die Preise für Grundgüter deutlich steigen. Ein fundiertes Verständnis des Giffen-Phänomens ist daher wichtig für Investoren, um Risiken und Chancen auf den Kapitalmärkten zu erkennen und zu bewerten. Um mehr über den Einfluss des Giffen-Phänomens auf die Finanzmärkte und die Wirtschaft zu erfahren, stehen Ihnen auf Eulerpool.com umfangreiche Ressourcen und Analysen zur Verfügung. Unsere Plattform bietet Ihnen führende Informationen über Kapitalmärkte, Aktien, Kredite, Anleihen, Geldmärkte und Kryptowährungen und ist damit eine unverzichtbare Ressource für Investoren, Finanzexperten und Forscher weltweit.

Häufig gestellte Fragen zu Giffen

Was bedeutet Giffen?

"Giffen" Im Bereich der Marktökonomie beschreibt der Begriff "Giffen" eine spezielle Art von Güternachfrage, die sich entgegen der normalen Angebots-Nachfrage-Kurve verhält. Dieses Phänomen wurde erstmals im Jahr 1892 von dem britischen Ökonomen Sir Robert Giffen beschrieben.

Wie wird Giffen beim Investieren verwendet?

„Giffen“ hilft dabei, Informationen einzuordnen und Entscheidungen an der Börse besser zu verstehen. Wichtig ist immer der Kontext (Branche, Marktphase, Vergleichswerte).

Woran erkenne ich Giffen in der Praxis?

Achte darauf, wo der Begriff in Unternehmensberichten, Kennzahlen oder Nachrichten auftaucht. In der Regel wird „Giffen“ genutzt, um Entwicklungen zu beschreiben oder Größen vergleichbar zu machen.

Welche typischen Fehler gibt es bei Giffen?

Häufige Fehler sind: falscher Vergleich (Äpfel mit Birnen), isolierte Betrachtung ohne Kontext und das Überinterpretieren einzelner Werte. Nutze „Giffen“ zusammen mit weiteren Kennzahlen/Infos.

Welche Begriffe sind eng verwandt mit Giffen?

Ähnliche Begriffe findest du weiter unten unter „Leserfavoriten“ bzw. verwandten Einträgen. Diese helfen, „Giffen“ besser abzugrenzen und im Gesamtbild zu verstehen.

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