140+ Dividenden-Aristokraten weltweit

Dividendenaristokraten sind Aktien, die seit mindestens 25 Jahren ihre Dividende anheben. Eulerpool hat 140+ Dividendenaristokraten mit vollständiger Historie — die wohl umfassendste Liste weltweit. Dividendenaristokraten gelten als besondere sichere und verlässliche Dividendenzahler und sind ideal, um sich ein qualitatives Dividendendepot aufzubauen.

Dividendenaristokraten sind Aktien, die seit mindestens 25 Jahren ihre Dividende anheben.

Für viele Investoren ist die Dividendenstrategie ein beliebtes Tool, um regelmäßiges Einkommen zu generieren. Dividendenaristokraten sind Teil der Dividendenstrategie und werden auch als der Adel bezeichnet, weil diese Unternehmen sich als äußerst spendabel gegenüber den Investoren erweisen. Damit eine Aktie als Dividendenaristokrat bezeichnet wird, muss sie folgende Kriterien erfüllen: Das Unternehmen muss seit mindestens 25 Jahren eine Dividende zahlen, die Ausschüttungsquote muss jedes Jahr erhöht werden und in den USA muss das Unternehmen Teil des S&P 500 Index sein sowie eine Marktkapitalisierung von mindestens 3 Milliarden US-Dollar aufweisen.

Dividendenaristokraten sind für Investoren immer wertvoller geworden. Durch Wirtschaftskrisen und Börsencrashs wie die Finanzkrise 2008 und die Corona Pandemie 2020 sind stabile Erträge wichtiger geworden. In diesen schweren Zeiten kürzen oder unterlassen viele Unternehmen ihre Dividendenausschüttungen. Der Dividendenaristokrat hingegen behält sein jährliches Dividendenwachstum bei. Aktuell ist es sogar der Fall, dass die Dividendenrenditen vieler Dividendenaristokraten höher sind als die Renditen von festverzinslichen Wertpapieren oder Staatsanleihen.

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Dividendenaristokraten sind größtenteils defensiv ausgerichtet und daher meistens Value-Aktien wie zum Beispiel Procter & Gamble und Walmart. Obwohl die Dividendenaristokraten des S&P 500 weniger Risiko haben, ist ihre Rendite nur knapp geringer als die des S&P 500. Die Gesamtrendite für Aktionäre über zehn Jahre ist beim S&P 500 16,24 %, beim S&P 500 Growth 18,85 % und beim S&P 500 Dividend Aristocrats 15,22 %. Dividendenaristokraten bieten also nicht nur eine jährliche Dividendenerhöhung, sondern auch eine kontinuierliche Renditeentwicklung.

Das passive Einkommen durch Dividendenzahlungen hat zwei Vorteile. Zum einen kann es aufgrund des geringen Risikos zur Altersvorsorge dienen und zum anderen erhöht sich dein Vermögen zusätzlich durch den Zinseszins-Effekt. Vor allem in den USA nehmen die quartalsweisen Zahlungen von Dividendenaristokraten einen hohen Stellenwert ein, da sie zusammen mit den 401(k)-Plänen ein wichtiger Baustein für die Altersvorsorge sind. Aber nicht nur in den USA sind die Dividendenaristokraten beliebt, auch in Deutschland gewinnen sie an Beliebtheit.

Wir veröffentlichen jedes Quartal auf AlleAktien.de eine Dividendenstudie zu den beliebtesten Dividendenaktien der deutschen Privatanleger. Unter den Top 10 Dividendenaktien im dritten Quartal waren fünf Dividendenaristokraten zu finden: Realty Income, Johnson & Johnson, Coca-Cola, McDonald’s und AT&T. Das zeigt, dass deutsche Aktionäre auf Dividendenaristokraten setzen, die weltbekannte Qualitätsunternehmen sind. Keine Spekulation, sondern überzeugende Aktienauswahl.

Wie schon erwähnt sind, vor allem in den USA Dividendenaristokraten zu finden. 65 Unternehmen aus dem S&P 500 Index haben 25 Jahre in Folge ihre Dividenden erhöht (Stand 29. Oktober 2021). In allen elf Sektoren ist mindestens ein Dividendenaristokrat vertreten.

Wie zu erwarten war, haben die schnell wachsenden Sektoren Telekommunikation und Technologie nur ein bzw. zwei Aristokraten. AT&T erhöht seit 36 Jahren ihre Dividende und zahlt eine unschlagbare Rendite von 8,2 %. IBM ist ein Neuling in der „Adelsfamilie“, wohingegen Automatic Data Processing schon seit 46 Jahren ihre Dividende steigert.

Überraschenderweise sind in den Energie-, Versorger- und Immobiliensektoren nur zwei bzw. drei Dividendenaristokraten zu finden. Die bekannten Öl- und Gasunternehmen Chevron und ExxonMobil gehören schon seit über 30 Jahren zu den Dividendenaristokraten und liefern Dividenden von 4,7 % bzw. 5,5 %. Das Versorgerunternehmen NextEra Energy ist auch ein neues Mitglied in der renommierten Liste. Allerdings konnte NextEra Energy nicht nur ihre Dividenden über 25 Jahre steigern, sondern kann auch eine eindrucksvolle Aktienperformance aufweisen. Der Immobilienkonzern und monatliche Dividendenzahler Realty Income gehört seit 26 Jahren zu den Dividendenaristokraten und ist eine beliebte Dividendenaktie in der AlleAktien Community.

Alle sechs Unternehmen aus dem Verbrauchsgütersektor (zyklischer Konsum) erhöhen ihre Dividende schon seit mindestens 40 Jahren. Auch die weltbekannte Fast-Food-Kette McDonald’s gehört zu den Dividendenaristokraten. Aus dem Finanz- und Gesundheitssektor sind jeweils sieben Unternehmen vertreten. Der Finanzindexanbieter S&P Global ist seit 48 Jahren Mitglied bei der Superliga der Dividendenunternehmen, hat allerdings nur eine Dividendenrendite von 0,7 %. Unter den Gesundheitsunternehmen findet man unter anderem die Coronaprofiteure Johnson & Johnson und Abbott Laboratories. Dividendenaristokraten aus dem Grundstoffesektor sind keine weltbekannten Unternehmen, aber trotzdem solide, denn sonst würden sie nicht zum Adel gehören.

Die Top 2 Sektoren bilden der Basiskonsumgüter- (nichtzyklischer Konsum) und Industriesektor mit jeweils 13 Unternehmen. Die nichtzyklischen Konsumunternehmen haben durch die Corona Pandemie sehr profitiert und konnten ihre Gewinne vervielfachen. Zu den bekanntesten Unternehmen in diesem Sektor gehören Coca-Cola, PepsiCo, Procter & Gamble und Walmart. Ähnlich wie die Unternehmen aus dem Grundstoffesektor sind die Unternehmen im Industriesektor nicht die bekanntesten. Allerdings gehört 3M seit 63 Jahren zu den Dividendenaristokraten und ihre Produkte sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.

In Europa lassen sich deutlich weniger Dividendenaristokraten finden und deshalb wird die 25 Jahre Grenze in Europa nicht ganz so eng genommen. Oftmals werden Aktien schon als Dividendenaristokraten bezeichnet, wenn die Unternehmen ihre Dividendenrendite jährlich in den letzten 20 Jahren erhöht haben.

In Deutschland gibt es daher nur drei Unternehmen, die dem Dividenden Adel angehören: Fresenius, Fresenius Medical Care und Fuchs Petrolub. Fresenius erhöht seit 27 Jahren jährlich ihre Dividende und hat eine Dividendenrendite von 2,29 %. Das Medizintechnikunternehmen Fresenius Medical Care ist seit 23 Jahren im elitären Kreis der Dividendenaristokraten und zahlt ihren Aktionären eine Rendite von 1,86 %. Fuchs Petrolub ist ein Mineralöl- und Chemiekonzern, der seit 18 Jahren seine Dividende erhöht, das Unternehmen fällt also knapp unter die 20 Jahre. Fuchs Petrolub zahlt eine Dividendenrendite von 2,70 %

Weitere nennenswerte Dividendenaristokraten in Europa sind Cranswick (30 Jahre), Diageo (23 Jahre), Linde (27 Jahre), Lindt & Sprüngli (24 Jahre), Nestlé (25 Jahre), Novartis (23 Jahre), Medtronic (42 Jahre), Roche (33 Jahre), Sanofi (26 Jahre) und Unilever (24 Jahre).

Dividendenaristokraten repräsentieren meistens nur einen Blick in die Vergangenheit, allerdings ist die aktuelle finanzielle Situation des Unternehmens genauso wichtig. Wenn die Ausschüttungsquote gemessen am Gewinn eines Unternehmens zu hoch ist, wird weniger Geld in die Unternehmenskasse gespült. Dies wiederum kann enormem Druck auf zukünftige Gewinnzuwächse erzeugen. Deshalb bieten Dividendenaristokraten oftmals eine kontinuierliche Entwicklung mit langfristigem und stabilem Wachstum.